Tektronix Type 535 ca. 1956
Das Gerät ist 1956 auf den Markt gekommem, wurde 1959 vom Nachfolger 535A abgelöst, der über mehrere Jahre gebaut wurde.
Die Bandbreite beträgt 10 bzw 15 MHz, je nach Vertikal-Einschub. Eine normale und verzögerte Zeitbasis sind vorhanden.
Er kann mt Letter (Buchstaben)-Plug-Ins oder Series 1 Plug-Ins betrieben werden.
Auch interessant: Selen-Gleichrichter im Netzteil.
Die Hochspannungs-Kaskade ist mit Röhrendioden aufgebaut. Insgesamt arbeiten über 60 Röhren in dem Gerät, deshalb die Leistungsaufnahme von ca. 500W.
Die Röhre ist scharf und gut fokussierbar.
So habe ich ihn bekommen, nach ein paar Reinigungsarbeiten ist er in einem fast neuwertigen Zustand. Der Lüfter war kaum verdreckt,
er scheint nicht so viel im Einsatz gewesen zu sein. Das Gerät funktioniert immer noch gut, und das nach über 60 Jahren! 
Ob das die modernen digitalen Geräte auch schaffen werden?
Hier der CA-Einschub. Er war damals am weitesten verbreitet und wurde von 1959 bis 1973 in großen Stückzahlen produziert, arbeitet bis 24 MHz.
Der 1A1-Einschub ist der Nachfolger des CA. Die Bandbreite von 50MHz reduziert sich auf 15MHz im empfindlichsten Eingangsbereich von 5mV.
er wurde ab 1964 gebaut 1975, in den neueren Varianten waren in den Eingangsstufen FETs statt Nuvistoren. 
 
Hier nochmals die Nuvistor-Eingangsstufen, Tektronix war der einzige Hersteller der diese fortschrittlichen Röhren in größeren Stückzahlen verwendet hat.
Das G-Plug-In ist ein 20MHz Differenzverstärker, von 1955 bis 1971 gebaut.
                Tektronix Type 581A ca. 1963
Das Gerät ist ab 1963 auf den Markt gekommen. Es hat eine Bandbreite von 80 MHz, beachtlich für die damalige Zeit. Ausgestattet mit einer einfachen Zeitbasis.
Der Vorläufer 581 war bis 100 MHz vorgesehen, das hat man aber nicht richtig beherrscht und den Nachfolger 581A auf 80 MHz zurückgenommen.
Hier habe ich ein Signal von ca. 80 MHz eingespeist, er beherrscht es in der Tat.
An dem Abschirmblech rechts findet man eine kleine Rolle mit Lötzinn. Das ist ein spezielles silberhaltiges Lötzinn das Tektronix vorschreibt. 
Mit normalem Zinn besteht das Risiko dass sich die U-förmigen Lötstützpunke von den Keramikleisten lösen.
Die Bauteile sind exakt in den Lötleisten ausgerichtet, die Geräte sind in reiner Handarbeit zusammengebaut worden, das hat schon seine Zeit gebraucht. 
So was könnte man heute gar nicht mehr bezahlen. Dafür hatten sie auch ihren Preis, mit Einschüben hat er mehr als 1500 Dollar gekostet. Das waren nach
damaligem Umrechnungsfaktor 6000 Mark! Dafür hat man schon einen VW bekommen.
Das Geld war aber gut angelegt: nach über 60 Jahren funktionieren die Geräte immer noch, man kann einschalten und alles läuft. 
Das ist eine Präzision und Qualität die kaum zu toppen ist. Man findet keinen kaputten Elko, die Röhren funktionieren alle und auch sonst gibt es 
keine defekten Bauteile zu erneuern.
Er ist, wie der 535, mit zahlreichen Röhren bestückt, Übrigens, die blauen Ledergriffe sind am Zerfallen, ich habe sie mit Isolierband
fixieren müssen, damit sie nicht ganz zerbröseln.
Hier von der anderen Seite, das Plastikteil links ist die Verzögerungsleitung, die man herausklappen kann.
Der Zweikanal-Einschub Type 82 hat eine Bandbreite von 85 MHz und wurde von 1962 bis 1972 gebaut.
Als aktive Bauteile werden Röhren, Nuvistoren und Transistoren verwendet.
Derr Luftfilter hat gefehlt, ich habe einen Ersatz nachgebaut mit einem Wabenblech aus dem Baumarkt, sieht mindestens so gut aus wie das Original...
 
Ein kleineres Problem hat sich noch aufgetan: der Lüftermotor ist nicht so leicht gelaufen, wie er sollte weil das Öl in den Lagern zähflüssig geworden
war. Ihn zu zerlegen war kein großes Problem, ich habe das alte Fett entfernt und ihn neu geölt, jetzt läuft er wieder wie geschmiert...
Den Lichtschutztubus habe ich auch mitbekommen.
                 Tektronix Type 561A ca. 1964
Das Gerät wurde ab 1962 in großen Stückzahlen produziert, ist einsetzbar bis 10MHz und eines der ersten mit Rechteckröhre, der Vorgänger 560 hatte
noch eine runde. Im Vergleich zu der 500er Serie ist er kleiner und leichter.Produziert wurde er in den Niederlanden von Tektronix Holland N.V. Das Werk wurde im Jahr 2000 geschlossen. I
Das Netzteil ist mit Röhren bestückt, trotz der entstehenden Wärme ist kein Lüfter eingebaut, dafür ein Thermokontakt, der das Gerät bei Überhitzung
abschalten konnte. Deutlich nervenschonender, die Lüfter machten doch eine Menge Lärm.
Die andere Seite: links oben der 1kHz-Generator für die Kalibriersignale, rechts unten das Niedervoltnetzteil, komplett in Halbleitertechnik ausgeführt-
Rechts oben die Hochspannungserzeugung.
Die 3kV Beschleunigunsspannung für die Röhre war ursprünlich eine Kaskadenschaltung mit 2 Röhrendioden, wurde 1968 umgebaut auf
Selengleichrichter, was ich erst nach dem Entfernen der Abschirmung entdeckt habe.
Der Vertkaleinschub 3A1 kam 1962 auf den Markt. Bemerkenswert wieder die Koexistenz von Röhren, Nuvistoren und Transistoren.
Der Zeitbasis-Einschub 2B67 ist bis 10MHz vorgesehen und ebenfalls seit 1962 auf dem Markt.
In den beiden genannten Einschüben sind wertige Röhren verbaut wie E88CC und E55L, neudeutsch goldpin.
Auch wenn er nicht mehr der Jüngste ist funktioniert er immer noch ganz gut...

                Tektronix Type 564B ca. 1969

                                              
Das ist jetzt eine neuere Generatio im Vergleich zu den  vorgenannten Geräten vollständig mit Halbleitern bestückt. Wegen der geringeren Erwärmung konnte man auf den Lüfter verzichten. Eines der ersten Geräte mit Speicherröhre.
Die Bandbreite ist allerdings nur 10MHz, kam 1969 auf den Markt.
Ein großer Kühlkörper für die Leistungshableiter.
 

Die Oszillogramme sind hell und scharf
 

  

Hier ist der Vierkanal-Einschub 3A74 in Betrieb. Iinks im Alt-Betrieb, rechts in der Stellung Chop. Die Oszillogramme sind da weniger gut,
ich habe mich allerdings nicht näher mit dem Problem befasst.
             
Das ist eine gespeicherte Darstellung die ich im Betriebsmodus single sweep aufgenommen habe. Funktioniert nicht schlecht, die Darstellung ist noch ausreichend hell.
Hier arbeiten Röhren, Nuvistoren und Transistoren zusammen.

 Der 4-Kanal-Einschub 3A74. Wurde ab 1963 gebaut, die Bandbreite ist nur 2 MHz. Bei ihm sorgen die variable gain Regler machmal für Aussetzer.
Sie haben keinen Anschlag, wenn man sie mehrere Male durchdreht wird es sehr viel besser.
 
Der Zeitbasiseinschub 3B3 geht bis 10MHz, er kann normale und verzögerte Ablenkung, wurde ab 1963 gefertigt.
 
Hier die Unterseite, ist auch wieder gemischt bestückt, die Röhren waren zu dieser Zeit noch nicht ganz entbehrlich.
Diesen Differenzverstärker-Einschub vom Typ 3A9 habe ich auch, er ist 1969 eingeführt worden, er geht bis 1MHz.
                 Tektronix Type 7623A ca. 1976
Ein 100MHz Mainframe mit Speicherbildröhre, kam 1975 auf den Markt mit einem Katalogpreis von 3000 Dollar, ohne Einschübe.
Die Readout-Funktion ist praktisch, weil die eingestellten Werte gleich auf dem Bildschirm eingeblendet werden, der Vertikal-Einschub 
muss das allerdings unterstützen. Mein Gerät hat ein paar kleinere optische Blessuren, technisch ist es aber einwandfrei. Ich habe es wie abgebildet 
im Internet ersteigert für sagenhafte 1,50 Euro, sogar ein Laborwagen war mit dabei!
In dem Blechgehäuse oben sitzen die Leistungstransistoren des Netzteil, es ist auch Lüfter für die Kühlung derselben eingebaut.
Hier ist schon modernere Elektronik verbaut als in den vorher beschriebenen Geräten.
Ist nicht gerade klein und leicht...        

Die Vertikaleinschübe 7A18 und 7A18A unterscheiden sich nur wenig, der A-Typ hat eine Bandbreite von 100MHZ; der andere kann 75MHz. Die zwei grünen
Platinen sind für die Readout-Funktion zuständig. Die Kontakte unter den beiden abgeschirmten Eingangs-Abschwächern sind vergoldet.

 
Hier ein 100MHz Signal. Das Oszillogramm wirkt unscharf, weil die Kamera mit den Hell-Dunkel-Kontrasten nicht gut zurechtkommt, ist real viel besser.
Die Doppel-Zeitbasis 7B53A arbeitet bis 100MHz und hat vielfältige Einstellmöglichkeiten.
Hier die Doppel-Zeitbasis. Solche Darstellungen gelingen sehr einfach und gut. 
Die Ablenkzeiten kann man gleich vom Bildschirm ablesen.

Über Tektronix-Geräte findet man eine Fülle von Informationen im Internet, die umfangreichen Handbücher sind meistens kostenlos herunterzuladen. Es scheint viele
Kenner und Liebhaber dieser Edelmarke zu geben. In Beaverton Oregon, wo die Firma ihren Sitz hatte gibt es sogar ein Vintage Tek Museum, Details kann man  googeln.
Man kann die Räumlichkeiten auch virtuell besuchen, es gibt dort eine Vielzahl von Geräten, ältere und neuere, die größtenteils vorführbereit sind. Die Mitarbeiter,
meistens schon ältere Herrschaften, vielleicht ehemalige Angestellte von Tektronix  scheinen sich jedenfalls bestens mit der Materie auszukennen. 

           Tektronix Transistor-Kennlinienschreiber Typ 575,  ca. 1960

Das immer noch einwandfrei funktionierende Gerät habe ich in einem neuwertigen Zustand bekommen, wurde offensichtlich kaum benutzt.. 
Der "Transistor Curve Tracer" ist größtenteils röhrenbestückt und zur Kennlinien-Aufnahme von bipolaren Halbleitern konzipiert, lässt sich aber für moderne Bauteile wie MOSFETs adaptieren.

Hier eine Dioden-Kennlinie, wie man unschwer erkennen kann.
(Hor 0,1V/Teil, Vert 10mA/Teil). Mein Gerät ist die ist die erweiterte Ausführung Model 122C,
mit der man Kollektorspannungen bis 400V erzeugen kann, die Standard- Ausführung geht bis 200V.
Er ist bereits 1957 auf de Markt gekommen.
Ein kleiner Schönheitsfehler: die Beschriftung der Frontplatte ist zum Teil stark verblichen, man kann aber noch was erkennen.
Eine Sammlung von Adaptern für Leistungstransistoren und Dioden war auch dabei.

Der Aufbau ist in konventioneller Technik, mit den für Tektronix typischen keramischen Lötleisten.
Unten das Netzteil, oben die Ablenkschaltung. Die Röhren mit den Aufklebern sind selektierte Typen.
Unter der Bildröhre sind die Widerstände für die Kollektorstrom-Begrenzung und das Hochspannungsteil angeordnet. Ganz rechts ist ein Regeltrafo, mit dem die Kollektorspannung eingestellt wird.

Kleiner russischer 1-Kanal-Oszillograf Typ C1-94 (1983)

 
Er wurde bis in die 90er-Jahre produziert. Die Bandbreite ist mit 10MHz angegeben. Für einfache Messungen im Service-Bereich 
war man mit dem Gerät gut bedient. Ein Wermutstropfen: bei meiner Ausführung ist ein spezieller Tastkopf mit DIN-Stecker nötig. 
Später wurde eine BNC-Buchse verwendet. Wäre aber leicht nachzurüsten.
Das Innenleben ist nicht so spektakulär...

        Russischer 2-Kanal-Oszillograf Typ C1-55

Das Gerät dürfte aus den späten 70er Jahren stammen. 
Das Gerät ist ein "echter" Zweistrahler. Es wurde über viele Jahre gebaut, meines ist eine neuere Ausführung mit 
FETs in den Eingangsverstärkern, in älteren Generationen wurden Nuvistoren verwendet.
Die russischen Bauteile wirken etwas antiquiert, sind schön anzuschauen. Eine sehr solide und wenig anfällige Technik.
  Russischer 2-Kanal-Oszillograf Typ C1-64 (1975)
50 MHz-Breitband- Oszillograf, hergestellt in der UdSSR mit deutscher Frontplatten-Beschriftung. Ein recht wertiges Gerät für die
damalige Zeit. Optisch und technisch hat man sich an der 400er-Serie von Tektronix orientiert.
Wie bei dem amerikanischen Vorbild sind auch hier Nuvistor-Trioden in den Y-Verstärkern verbaut, Typ 6 C 51 H
Der Oszi ist prinzipiell noch ganz gut in Ordnung, die Stufenschalter für X- und Y-Ablenkung neigen aber zu Aussetzern.
Signale im MHz-Bereich werden auch nicht mehr ganz korrrekt angezeigt, ein Neuabgleich der Verstärkerzüge würde sicher was bringen.
Das Geräusch des Lüfters ist nervtötend, obwohl er leichtgängig läuft.
                         Klein-Oszillograf N313 (1983)
Der N313 (kyrillisch H313) wurde 1983 in der UdSSR gebaut. Bildschirm-Durchmesser 5cm, die Bandbreite ist bescheiden, nur 1MHz.
Dafür ist das Gerät leicht und handlich. Eingangsteiler und X-Ablenkung werden über Drucktasten betätigt, findet man nicht häufig.
Testsignal von einem anderen Oszi. Den Focus bringt man nicht besser hin.
Die Röhre 5LO2i
Die obere Platine mit der Y-Eingangsstufe.
Unten findet man Netzteil und Kippteil, auf der rechten Leiterplatte der Netzgleichrichter mit 4 Leistungsdioden.
                         Russischer Service-Oszillograf C1-112 (1987)
Ein relativ einfacher Oszillograf, Bildschirm-Diagonale ca. 7cm mit Innenraster-Röhre.
Kompakt aufgebaut mit solider russischer Technik.
Hier das Besondere an dem Gerät: es vefügt über ein eingebautes Digital-Voltmeter/Ohmmeter. Die Schaltung für die
Darstellung der Ziffern ist mit TTL-ICs realisiert.

  2-Kanal-Oszillograf PM 3230 von Philips

Baujahr ca. 1965, Bandbreite 10MHz. Das gleich aussehende Nachfolgemodell PM 3231 hat dann 15MHz Bandbreite und ist 
ausschließlich mit Halbleitern bestückt.
Die Y-Verstärker Platine. Die Röhren sind ECC88 und E180F
Kippteil und Netzteil
                           
Die Röhre vom Typ E10-130GP. Die beiden Strahlsysteme kann man gut erkennen.

          

  2-Kanal-Oszillograf Solarscope CD 1014.2 von Solartron
Röhrenbestücktes Gerät aus dem Jahr 1960, Bandbreite 5MHz. Ebenfalls ein echter Zweistrahler.
Die Baugruppen des Kippteils, oben rechts die Hochspannungserzeugung durch eine Kaskadenschaltung.
Links die Y-Verstärker, rechts das Netzteil. Die meisten Röhren sind von dem begehrten Typ ECC88.
Das Gehäuse hat schon Blessuren, aber nicht dramatisch. Ein handliches Gerät, das immer noch zufriedenstellend funktioniert.